Als Tierschutzverein plädieren wir dafür, dass weder beabsichtigt noch unbeabsichtigt mit nicht-untersuchten Elterntieren Welpen gezeugt werden. Mutter- und/oder Vatertiere können, auch wenn augenscheinlich gesund, Träger von Erbkrankheiten sein, die sie dann an ihre Hundekinder weitergeben. Hunde zu verpaaren, die nicht auf Erbkrankheiten getestet wurden, ist unverantwortlich und gefährlich, denn nicht selten entstehen so schwerkranke Hunde, die ihr Leben lang leiden. Auch hier gilt – dass der Welpe eine normale Entwicklung durchläuft und bei den ersten tierärztlichen Untersuchungen unauffällig ist, sagt nichts aus. Erbkrankheiten wie Hüftdysplasie oder Epilepsie kommen meist erst in der Pubertät zum Vorschein. 

Trotz unserer Wertevorstellungen und daraus resultierenden Aufklärung wissen wir aber auch, dass Unfälle in der Realität passieren. Und auch wenn ein Hund durch einen Unfall entstand, hat er das Recht, ein liebevolles Zuhause zu finden – bei einer Familie, die sich der Verantwortung eines potentiell kranken Hundes bewusst ist und daraus resultierende Tierarztkosten bezahlen kann und will. Daher bieten wir Zieheltern von Ups-Würfen unsere kostenlose Hilfe bei der Vermittlung ihrer Welpen an.

Essentiell ist hierbei zu erwähnen, dass die Schutzgebühr allein unserem Verein zugute kommt und die Halter nicht finanziell beteiligt werden. Die einzigen Kosten, die wir erstatten, sind, gegen Vorlage von Rechnungen oder einer Kostenübernahmeerklärung, tierärztliche Untersuchungen. Oftmals werden wir von den Zieheltern gefragt, warum sie keinen Anteil der Schutzgebühr zur Deckung von Futterkosten oder als Aufwandsentschädigung erhalten. Hierzu haben wir sehr strikte Ansichten. Es liegt in der Verantwortung jedes Besitzers einer intakten Hündin, Sorge für diese während ihrer Läufigkeit zu tragen, damit es zu keinen Unfällen kommt. Wurde dieser Verantwortung nicht nachgegangen, sollte der Halter nicht auch noch finanziell dafür entlohnt werden, potentiell kranke Hunde in die Welt gesetzt zu haben. Wenn wir uns nun darauf einlassen würden, hier eine finanzielle Entschädigung aufzuwenden, entlohnen wir Halter für ihre Unvorsicht. Außerdem würden wir es Vermehrern einfach machen, sich über unsere Vermittlungshilfe Interessenten für deren Welpen zu sichern und trotzdem einen Gewinn zu erzielen. Nur indem wir ausnahmslos Halter von einer Kostenbeteiligung ausschließen, können wir sicherstellen, dass Welpenwürfe keinen finanziellen Mehrwert bieten. Tiere sind nicht dafür da, das Leben von Menschen finanziell zu bereichern, auch nicht im Sinne einer „Aufwandsentschädigung“. Leider hören wir vor diesem Hintergrund oftmals das Argument, dass wir ja selbst Geld für die Welpen einnehmen würden. Eine Schutzgebühr ist jedoch kein Verkaufserlös. Schutzgebühren dienen im Tierschutz der Kostendeckung, nicht nur des vermittelten Hundes, sondern auch der Versorgung alter und kranker Tiere, die durch die Einnahme von Schutzgebühren junger Hunde sichergestellt wird. 

Haltern, die unsere Vermittlungshilfe bei Ups-Würfen aufsuchen, rechnen wir dies hoch an. Ihnen liegt das Wohl der Welpen und deren Zukunft mehr am Herzen, als der Erlös, den die Zwerge bei einem Verkauf im Internet einbringen könnten. Unfälle können passieren. Wie man damit umgeht und ob man im Nachhinein Verantwortung für seine eigenen Fehler trägt, macht gute Hunde- bzw. „Zieheltern“ aus. 

Jetzt Verantwortung tragen – Ihre Fellkinder durch unseren Tierschutzverein vermitteln lassen!

Wie läuft die Vermittlungshilfe bei Welpenwürfen ab?

Wenn Sie noch während der Trächtigkeit Ihrer Hündin absehen können, dass Ihnen Zeit, Platz oder finanzielle Mittel für eine Welpenaufzucht fehlen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an abgabe@hucin.de. Wir versuchen eine Pflegestelle zu finden, die Ihre trächtige Hündin aufnehmen kann und Sie bei Geburt und Aufzucht der Welpen begleiten wird. Nach Vermittlung der Welpen kann die Hündin selbstverständlich zu Ihnen und in ihr Zuhause zurückkehren. 

Fühlen Sie sich während der Aufzucht überlastet oder können nicht mehr für die tierärztliche Versorgung aufkommen, besteht die Möglichkeit, die Mutterhündin und deren Welpen auf eine Pflegestelle zu versetzen. Auch in diesem Fall kann die Hündin nach der Vermittlung der Welpen selbstverständlich zurück in Ihre Obhut kommen. 

Möchten Sie Ihre Hündin und deren Welpen bis zum Auszug der Fellkinder selbst bei sich zuhause betreuen, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit mit Rat und Tat sowie bei den tierärztlichen Kosten zur Seite. Die Interessenten, die Ihren Welpen ein Zuhause geben möchten, lernen Sie persönlich beim Besuch kennen. Potentielle Adoptanten werden von uns sorgfältig ausgewählt und überprüft, einschließlich Vorkontrolle im Zuhause der Bewerber. Bei bestimmten Rassen, z.B. Hütehunden, setzen wir Vorerfahrungen mit diesen bei Adoptanten voraus. Gerne berücksichtigen wir die einzelnen Charaktere der Hunde bei der Auswahl der passenden Familie und Ihre persönlichen Wunschkriterien, z.B. Vermittlung als Einzel- oder Zweithund, Familie mit oder ohne Kinder, Haus und Garten, vorhandene Hundeerfahrung.

Wenn Sie unsere Vermittlungshilfe in Anspruch nehmen wollen, füllen Sie bitte das folgende Formular aus: